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Linksjugend Aurich lehnt Abschiebungen in den Kosovo ab

Die geplante Abschiebung von in Deutschland lebenden Roma in den Kosovo wird von der Basisgruppe der Linksjugend in Aurich strikt abgelehnt.
Unter Berufung auf den UN-Flüchtlingskommissar und im Hinblick auf die Resolution des Stadtrates in Emden fordert die Jugendorganisation den Auricher Stadtrat und den Auricher Kreistag auf, ebenfalls die Forderung an den Innenminister des Landes Niedersachsen zu stellen, auf die bevorstehenden Abschiebungen von Roma in den Kosovo zu verzichten.
Auf den Webseiten von Pro Asyl und des Niedersächsischen Flüchtlingsrates könne jeder nachlesen, welche  inakzeptablen Lebensumstände noch heute viele ethnische Minderheiten im Kosovo nach einer Abschiebung erwarten, so die Sprecher der Basisgruppe. Soziale Verelendung und ethnische Übergriffe seien laut UN und Flüchtlingsorganisationen weiterhin an der Tagesordnung.
Deutschlandweit droht laut Pro Asyl10000 Roma die Ausweisung. In Emden leben derzeit 25 Betroffene, im Landkreis Aurich sind lt. Ostfriesischer Zeitung (Bericht v. 09.02.2010) 124 Menschen davon betroffen.

 

Erklärung der SOLID Aurich zum Artikel der Ostriesischen Nachrichten (Dunkmann)

"Ich begreife nicht, wie eine reine Hand eine Zeitung berühren kann, ohne Krämpfe von Ekel zu bekommen." - Charles Baudelaire, Tagebücher
"Das Geschäft von uns Journalisten ist es, die Wahrheit zu zerstören, frei heraus zu lügen, zu verfälschen, zu Füßen des Mammons zu kriechen und unser Land und seine Menschen fürs tägliche Brot zu verkaufen." - John Swinton, Zeitungsverleger 1889 vor Redakteuren

Dass ON-Chefredakteur Stefan Dunkmann ein unsympathischer und wüst beleidigender Meinungsmacher ist, ist in Ostfriesland allgemein bekannt. Auch seine beschränkten journalistischen und grammatikalischen Fähigkeiten, die sein niveauloses Revolverblatt „ON“ noch lächerlicher machen, als es ohnehin schon ist, sind kein Geheimnis. Wie soll es auch anders sein, wenn man hauptberuflich Erbe ist?

Aber was er sich im Zusammenhang mit den Trinkgelagen am Auricher Hafen erlaubt hat, ist unter aller Würde. Als Hobbysoziologe versucht er, in seiner „Zeitung“ das Problem zu analysieren und kommt u. a. zu folgenden Schlüssen: Die Lösung besteht für ihn in noch mehr Überwachung, noch mehr Polizisten und „drakonischen Strafen“. Drakonisch, Herr Dunkmann, bedeutet übrigens laut Wikipedia „außerordentlich grausam“ und „übertrieben hart“. Das ist doch mal ein Menschenbild!

Der Polizei wirft der nette Hetzer von nebenan vor, zu wenig Präsenz zu zeigen. Gut zu wissen, dass Aurich – ON sei Dank? - eine so großartige Stadt ist, dass Ordnungshüter zu keinem anderen Zweck eingestellt werden müssen, als Jugendliche zu überwachen. Am besten stellen wir einfach alle drei Meter einen Polizisten hin, dann kacken auch keine Hunde mehr auf die Bürgersteige.

Anders ginge es auch gar nicht, weil die jungen Menschen als freie Bürger einfach an einen anderen Ort, zum Beispiel den Schlosspark, gehen können. Das sagt auch die Polizei. Dunkmann bezeichnet diese Aussage als „schlechten Witz“. Wenn die Polizei doch nur ein bisschen von der würdevollen Weitsicht unseres ostfriesischen Axel Springers mitbekommen hätte!

Repression statt Prävention ist in zweifacher Hinsicht sein Motto. Nicht nur, dass er am liebsten alle Jugendlichen rund um die Uhr von der Polizei überwachen lassen will, für ihn kommt das Jugendzentrum als potenzielles Angebot für Jugendliche überhaupt nicht in Frage. Denn es habe „den Geruch einer linken Kifferhöhle, in der Verwirrte unter dem Deckmantel der Antifa ihr Unwesen treiben“.

Okay, einen Moment. Mit einer an Widerlichkeit kaum zu übertreffenden Arroganz denunziert und beleidigt Dunkmann nicht nur die jungen Menschen im JUZ, er redet auch noch das einzige Angebot, das die Stadt Jugendlichen macht, schlecht. Wenn Dunkmann weniger Zeit mit Hetzkampagnen und Schnurrbartstutzen und mehr mit Recherche verbringen würde, wüsste er, dass das JUZ in der Regel freitags ab 22:00 Uhr und auch samstags geschlossen hat, es sei denn, es findet ein Konzert statt. Die sind allerdings rar geworden, seit die Anzahl von der JUZ-Leitung begrenzt wurde.

In seinem dilettantischen Rundumschlag kommen natürlich auch die gewissenlosen Rabeneltern nicht zu kurz. Sie würden die Aufsichtspflicht verletzen und ihre Kinder einfach ziehen lassen, „ohne sich darum zu kümmern, wo die sich rumtreiben“. Unvorstellbar, dass Dunkmann selbst Kinder hat. Es muss wohl eine andere Erklärung geben, warum der Mann überhaupt keine Ahnung davon hat, wie junge Menschen und Eltern heute leben. Wie sollen Eltern rund um die Uhr kontrollieren, wo ihre Kinder sind? Und vor allem: Was nützt es zu wissen, dass sie am Hafen sind? Wird dadurch auch nur ein Bier weniger getrunken?

Warum aber trinken wir denn überhaupt jedes Wochenende? Langeweile ist auf jeden Fall ein Faktor. Wenn zum Beispiel die „linke Kifferhöhle“ länger und öfter Konzerte veranstalten würde oder es eine andere Diskothek als das Dinis gäbe, müsste man sich nicht am Hafen voll laufen lassen. Unter 16jährige, die diese besuchen, könnten besser und freundlicher als durch private Sicherheitsdienste kontrolliert werden und wer sich betrinken wollen würde, täte dies wenigstens, ohne Dunkmanns und Windhorsts heiß geliebte Touristen zu stören. Es gibt nämlich auch das Recht auf langes Feiern mit Alkohol! Einigen wir uns doch darauf: Randale und Sachbeschädigung sind überflüssig, aber unser Bier trinken wir auch in Zukunft genau da, wo wir lustig sind!

Ein anderer Grund ist wahrscheinlich Weltschmerz. Der kann unter anderem daraus resultieren, dass Menschen wie Stefan Dunkmann ihre undifferenzierte Meinung über ihre eigenen Massenmedien publik machen und den Diskurs direkt Richtung Klärgrube treiben. In diesem Sinne schließen wir mit einem weisen Zitat von Dieter Nuhr, das Dunkmann sich einmal in Ruhe durchlesen und in Zukunft konsequent beherzigen sollte, auch wenn seine Zeitung dann aus leeren Seiten bestünde: „Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!“

Aurich, Juni 2008
Eike Schölgens
Basisgruppe ['solid] Aurich

 

Tür blieb Kandidaten verschlossen

aus der Ostfriesen-Zeitung vom 28. Januar 2008 von Fritz Harders

Tür blieb Kandidaten verschlossen - ABSAGE Landkreis Aurich verbot Wahlkampfveranstaltung im „Güterschuppen“
 
Der linksorientierten Jugendgruppe „Solid“ war wie schon zuvor im Jugendzentrum die geplante Diskussionsrunde von der Stadt untersagt worden. Jetzt zog man die Sache unter freiem Himmel durch.

„Das ist ein Skandal hoch drei“, schimpfte Eike Schölgens von der linksorientierten Jugendgruppe „Solid“ am Sonnabend, als er sich mit einigen Mitstreitern und Interessierten vor dem „Güterschuppen“ in Aurich versammelt hatte. Eigentlich wollten die jungen Leute mit den Landtagskandidaten im Wahlkreis Aurich im „Güterschuppen“ diskutieren und ihnen Fragen stellen. Jetzt standen die Bewerber wie auch die knapp 40 zumeist jungen Leute vor verschlossener Tür. Der Landkreis als Hausherr im „Güterschuppen“ hatte die Veranstaltung verboten. Dabei war die Jugendgruppe schon auf das Gebäude beim Gymnasium „Ulricianum“ ausgewichen, weil die Stadt die gleiche Veranstaltung zuvor schon im Jugenzentrum untersagt hatte (die OZ berichtete). Der Schüler Eike Schölgens empörte sich als Hauptorganisator nicht nur über das Verbot, sondern auch über die Art und Weise, wie es ausgesprochen worden sei. Über eine Woche habe der Landkreis von dem Ansinnen gewusst.
Aber erst einen Tag vor der Veranstaltung sei er, Schölgens, davon in Kenntnis gesetzt worden. Am Donnerstag zunächst telefonisch von der Schule, die vom Landkreis dazu beauftragt worden sei, am Freitag dann noch einmal schriftlich vom Landkreis selbst.

So kurzfristig habe man aber keine Ausweichmöglichkeit finden können. Noch am Abend, als die Landtagskandidaten schon beim Veranstaltungsort eingetroffen waren, wurde überlegt, unter welches Dach man die Runde verlegen könnte. Die Beratungen mündeten schließlich mit Zustimmung der Landtagskandidaten darin, einfach unter freiem Himmel vor dem „Güterschuppen“ zu diskutieren. Immerhin blieb es trocken, wenn es auch ziemlich kühl und windig war.

Verständnis haben die Jugendlichen für die Haltung des Landkreises Aurich nicht. In der schriftlichen Begründung hatte der am Freitag mitgeteilt, dass man „vor den Wahlen“ keine politische Veranstaltung in kreiseigenen Räumen wünsche.

„Was heißt vor der Wahl? Sind das Monate, Wochen oder Tage?“ fragt sich Eike Schölgens. Über Politikverdrossenheit junger Menschen dürfe man sich nicht wundern, „wenn uns ständig Steine in den Weg gelegt werden“, sagte der Schüler und „Solid“-Vorsitzende.

Der Landkreis hatte sich bei dem Verbot auf eine gemeinsame Haltung mit vielen anderen Kreisen, Städten und besonders auf die mit der Stadt Aurich berufen, keine politischen Veranstaltungen zu Wahlkampfzeiten in öffentlichen Gebäuden zu genehmigen.

 

Kapitalismus kaputt machen?!

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